History


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Development and diagnosis of the number-quantity linkage between 3 and 8 years. (Entwicklung und Diagnostik der Zahl-Größen-Verknüpfung zwischen 3 und 8 Jahren.) (German)
Hasselhorn, Marcus (ed.) et al., Diagnostik mathematischer Kompetenzen. Göttingen: Hogrefe (ISBN 978-3-8017-2533-4/pbk). Jahrbuch der Pädagogisch-Psychologischen Diagnostik. Tests und Trends. Neue Folge 11, 41-65 (2013).
Zusammenfassung: In den 1970er Jahren ging man noch davon aus, dass Kinder bei ihrer Geburt keinerlei Wissen darüber mitbringen, wie die Welt funktioniert. Dies hat sich seither grundlegend geändert, sodass heute Säuglingen immer mehr Fähigkeiten zugeschrieben werden, die den Grundstein für die weitere Entwicklung legen. Dazu zählt die Annahme eines angeborenen Zahlensinns, der für den nachfolgenden mathematischen Kompetenzerwerb prägend ist und bei entsprechenden Defiziten die Entstehung einer Rechenschwäche oder Dyskalkulie verantwortet. Im vorliegenden Kapitel wird jedoch mit Bezug auf das Entwicklungsmodell der Zahl-Größen-Verknüpfung (ZGV) eine Sichtweise vertreten, die Schwierigkeiten im Rechnen nicht auf angeborene Defizite, sondern auf spezifische Entwicklungsdefizite im Erwerb der Zahl-Größen-Verknüpfung zurückführt. Dieser Ansatz vermeidet es, die Fähigkeiten kleiner Kinder zu überschätzen, und bietet eine differenzierte theoretische Modellierung mathematischer Kompetenzen, was eine gezieltere, weil strikt theoriegeleitet begründete Vorgehensweise der Diagnostik und Förderung ermöglicht. Im Beitrag wird zunächst eine klare Abgrenzung gegenüber anderen relevanten Theorien zur mathematischen Kompetenzentwicklung vorgenommen. Im Anschluss werden zwei Testverfahren zur Diagnostik mathematischer Basiskompetenzen im Kindergartenalter (MBK 0) und in der ersten Klasse (MBK 1) vorgestellt, die auf dem dargestellten ZGV-Modell basieren und entsprechende Entwicklungsdefizite frühzeitig aufzudecken helfen. Abschließend wird ein kurzer Ausblick auf entwicklungsorientierte Förderungsmöglichkeiten gegeben, für deren Wirksamkeit inzwischen einige Evidenz vorliegt.
Classification: F21 F32 C31 C32 D61 D62 D71 D72
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