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Mathematical abilities and gender: theoretical results and practical evidence. (Mathematische Begabung und Geschlecht: theoretische Befunde und praktische Hinweise.) (German)
Fritzlar, Torsten (ed.) et al., Mathematische Begabungen. Denkansätze zu einem komplexen Themenfeld aus verschiedenen Perspektiven. Münster: WTM-Verlag (ISBN 978-3-942197-30-4/pbk). Schriften zur Mathematischen Begabungsforschung 4, 153-180 (2013).
Aus dem Text: Es gibt viele Belege dafür, dass sich der klassische “inputorientierte" Mathematikunterricht weitgehend an Bedürfnissen von Jungen ausrichtete: So sei das Lernklima durch Dominanzverhalten der Jungen und jungenorientierte Unterrichtsinhalte bestimmt worden, was eine ständige Anpassung der Mädchen verlangt habe. Die regelmäßig wiederkehrende Methode des fragend-entwickelnden Unterrichtsgesprächs habe sich aufgrund fehlender entsprechender Handlungsroutinen weniger für Mädchen geeignet. Außerdem hätten Sprachmuster überwogen, die eher dem maskulinen Sprachverhalten entsprochen haben sollen, indem direktiv Inhalt und Verlauf eines Gesprächs bestimmt worden wären, Sprache häufig zur Aufmerksamkeitserregung gedient habe. Der Zugang zur Mathematik sei häufig abstrakt, regelhaft und formal gewählt worden, so dass soziale Prozesse in den Hintergrund getreten wären und Mädchen nicht auf gewohnte Problemlösestrategien u.Ä. hätten zurückgreifen können. Viele Studien deuteten schon vor längerer Zeit darüber hinaus darauf hin, dass Mädchen eher kooperative Arbeitsformen bevorzugen, die im Mathematikunterricht selten Anwendung fanden.
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