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Specificity and stability of primary school teachers’ diagnostic competence in the school subject domains of language and mathematics. (Fachspezifität und Stabilität diagnostischer Kompetenz von Grundschullehrkräften in den Fächern Deutsch und Mathematik.) (German)
Z. Päd. Psychol. 23, No. 3-4, 211-222 (2009).
Zusammenfassung: Trotz der hohen Bedeutung diagnostischer Kompetenz von Lehrkräften ist über die Reichweite bzw. Spezifität des Konstrukts und die Stabilität diagnostischer Kompetenz bislang vergleichsweise wenig bekannt. Auf Basis längsschnittlicher Daten der Bamberger Forschergruppe BiKS (Bildungsprozesse, Kompetenzentwicklung und Selektionsentscheidungen im Vor- und Grundschulalter) wird Fragen zur Güte, Spezifizität und Stabilität diagnostischer Urteile von Grundschullehrkräften in den Fächern Deutsch und Mathematik nachgegangen. Untersucht wurden die mit Abstand von einem halben Jahr im ersten und im zweiten Halbjahr der vierten Klassenstufe abgegebenen Urteile von 127 Klassenlehrerinnen und -lehrern zu den mathematischen und sprachlichen Leistungen ihrer Schülerinnen und Schüler. Die Urteile wurden mit den gleichzeitig erhobenen entsprechenden Testleistungen der von diesen Lehrkräften unterrichteten Schülerinnen und Schülern ($N=1852$) in Beziehung gesetzt. Es konnte gezeigt werden, dass sich die Fähigkeit von Lehrerinnen und Lehrern, Schülerleistungen in eine Rangreihe zu bringen, erwartungsgemäß fachbezogen, kaum jedoch fachübergreifend abbilden lässt. Hinsichtlich der Güte diagnostischer Urteile bestätigten sich die in der Literatur berichteten Befunde zur Rangordnungskomponente, die in der untersuchten Stichprobe in Abhängigkeit vom Zeitpunkt und Fach zwischen $r = .54$ und.66 variierte. Die Analysen zur Stabilität der Güte fachbezogener diagnostischer Urteile verdeutlichen, dass es Gründe für die Annahme einer zeitlich überdauernden fachbezogenen diagnostischen Kompetenz von Grundschullehrkräften gibt. Die Konsequenzen dieser Befunde sowohl für theoretische Modelle der Diagnosekompetenz als auch des Professionsbegriffs bei Lehrkräften werden diskutiert.
Summary: Despite the particular importance of teachers’ diagnostic competence, yet little is known about its generalizability or domain specificity as well as its stability. This article therefore addresses questions of quality, specificity and stability of teachers’ diagnostic judgments in the school subject domains of language and mathematics. Analyses were based on the longitudinal data of the Bamberg research group BiKS, in particular the judgments of 127 elementary school teachers concerning the mathematic (arithmetic) and verbal competences (vocabulary and reading comprehension) of each of their students at the beginning and the end of grade four as well as the test scores for these competences of their 1.852 students, measured at the same two time points. Using the rank order component of diagnostic competence for each teacher, measurement point and measured competence we were able to show that diagnostic competence can - as expected - better be described as a domain-related rather than a domain-transcending competence. Regarding the quality of diagnostic judgments the indicator (rank order component) varies between r = .54 and .66, thereby confirming results from previous research. Moreover, the analyses regarding the stability of domain specific diagnostic judgments provide reason to assume that elementary school teachers’ diagnostic competence is a domain specific and rather stable ability. The implications of these findings regarding models of diagnostic competence as well as teachers’ professionalism are discussed.
Classification: C49 D72
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