History


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Promoting problem-solving competence in connection with self-regulation. The effects of in-service teacher education. (Förderung von Problemlösekompetenzen in Verbindung mit Selbstregulation. Wirkungsanalysen von Lehrerfortbildungen.) (German)
Empirische Studien zur Didaktik der Mathematik 2. Münster: Waxmann; Darmstadt: TU Darmstadt (Diss. 2008) (ISBN 978-3-8309-2168-4/pbk). 304~p. (2009).
Das Buch, welches die Dissertation der Autorin enthält, ist dem Bereich der empirischen Unterrichtsforschung zuzuordnen. Die Arbeit entstand im Rahmen des Schwerpunktprogramms “BIQUA" (Bildungsqualität von Schule), innerhalb dessen von 2002 bis 2004 eine theorie- und materialgestützte Unterrichtskonzeption zur Integration von Problemlöseprozessen in Verbindung mit Selbstregulation und Hausaufgaben in den Mathematikunterricht entwickelt wurde. Die Implementation dieser Konzeption erfolgte maßgeblich durch ein Lehrerfortbildungsprogramm. Gegenstand der Arbeit von Frau Collet ist die Evaluation dieses Fortbildungsprogramms; die zentrale Frage, die in der Arbeit untersucht wird, lautet: “Welche Effekte der Lehrerfortbildungen zu dem Unterrichtskonzept sind im regulären Mathematikunterricht der Sekundarstufe I sowohl auf der Ebene der Lehrkräfte als auch auf der Ebene der Schüler feststellbar?" Die Autorin wertete dazu Daten aus, die bei der Durchführung der oben genannten Unterrichtskonzeption durch 48 fortgebildete Lehrkräfte in 7. und 8. Klassen erhoben wurden. Nach einer Einleitung (Teil A) beschäftigt sich Teil B des Buches mit Begriffsklärungen und Modellen zu mathematischem Problemlösen, Problemlösekompetenzen und Selbstregulation, stellt die oben erwähnte (im Rahmen von BIQUA entstandene) Unterrichtskonzeption vor und geht allgemein auf Gestaltungsmöglichkeiten für Lehr- und Lernmaterialien ein. Den Kern des Buches bildet der Teil C, der auch den größten Raum einnimmt. In diesem Teil beschreibt die Autorin Konzeption, Durchführung und Ergebnisse der von ihr durchgeführten Begleitstudie zur Implementation der erwähnten Unterrichtskonzeption zur Integration von Problemlöseprozessen in Verbindung mit Selbstregulation in den Mathematikunterricht. Basierend auf den Befunden ihrer Begleitstudie schlägt die Autorin in Teil D des Buches Weiterentwicklungen dieser Unterrichtskonzeption vor und entwickelt ein Prozessmodell selbstregulierten Problemlösens. Bei dem Buch handelt es sich um eine Forschungsarbeit, in deren Mittelpunkt allgemeine didaktische Fragen und Aspekte der empirischen Unterrichtsforschung stehen. Bezüge zu einzelnen Klassenstufen sowie zu konkreten mathematischen Unterrichtsinhalten sowie Aufgaben nehmen nur sehr geringen Raum ein. Die am Ende des Buches gegebenen Empfehlungen zur Umsetzung der Ergebnisse der Studie zielen somit auch weniger auf die Unterrichtsgestaltung durch Lehrkräfte, sondern auf die didaktische Forschung sowie die Lehreraus- und -weiterbildung.
Reviewer: Andreas Filler (Berlin)
Classification: D50 D30 B50
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