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JFM 34.0422.02
Fredholm, J.
Sur une classe d'équations fonctionnelles.
(French)
[J] Acta Math. 27, 365-390 (1903). ISSN 0001-5962; ISSN 1871-2509/e

Die Klasse von Funktionalgleichungen, mit denen sich die vorliegende Arbeit beschäftigt, ist dadurch charakterisiert, dass eine Funktion $\varphi(x)$ bestimmt werden soll, die der Gleichung: $$ {(1)}\quad \varphi(x)+\int_0^1 f(x,y)\varphi(y)dy=\psi(x) $$ genügt, wo $f(x,y)$ und $\psi(x)$ gegebene Funktionen bedeuten. Diese Funktionalgleichung bildet eine Verallgemeinerung der von {\it Abel} mehrfach behandelten Funktionalgleichung: $$ \int f(x,y)\varphi(y)dy=\psi(x), $$ und sie umfasst auch die von {\it Volterra} in wichtigen Arbeiten (Annali. di Mat. {(2)} $ 25$, 297-306; vgl. F. d. M. $ 27$, 309-310, JFM 27.0309.01,JFM 27.0309.02,JFM 27.0309.03 und $ 28$, 366-367, JFM 28.0366.02) untersuchte Funktionalgleichung als besonderen Fall. Die Wichtigkeit der {\it Fredholm}schen Funktionalgleichung beruht darin, dass die meisten Probleme der mathematischen Physik, die auf lineare Differentialgleichungen führen, sich in die Form solcher Funktionalgleichungen umsetzen oder in die noch allgemeinere Form: $$\varphi(x_1\dots x_n) + \int \cdots \int f(x_1 \dots x_n,\xi_1 \dots \xi_n) \varphi(\xi_1\dots \xi_n) d \xi_1\dots d \xi_n = \psi(x_1 \dots x_n).$$ Der Verf. behandelt sein Problem nicht in voller Allgemeinheit, sondern er legt der Funktion $f(x,y)$ die Beschränkung auf, dass $$(x-y)^a f(x,y) $$ eine endliche und integrierbare Funktion sei, wobei $\alpha$ kleiner ist als 1. \par Nach Einführung und Bestimmung der Eigenschaften der Determinante der ursprünglichen Funktionalgleichung geht Verf. dazu über, die Gleichung {(1)}, in der $\psi(x)$ als endliche und integrierbare Funktion vorausgesetzt wird, als eine Transformation der Funktion $\varphi(x)$ anzusehen, die zu der Funktion $f(x,y)$ gehört; er schreibt demgemäss die Gleichung {(1)}: $$S_f \varphi(x)=\psi(x).$$ Von diesen Transformationen wird zunächst nachgewiesen, dass sie eine Gruppe bilden. Ferner wird der folgende Satz hergeleitet:\par Wenn die Determinante einer Funktionalgleichung der Form $$\varphi(x)+\int_0^1 f(x,s)\varphi(s)ds=\psi(x),$$ in der $f(x,s)$ und $\psi(x)$ endliche und integrierbare Functionen sind, nicht verschwindet, so gibt es eine und nur eine Funktion $\varphi(x)$, die dieser Gleichung genügt. Diese Funktion wird gegeben durch die Gleichung: $$\varphi(x)=\psi(x)- \int_0^1\ \frac{D_f {x \choose y}}{D_f}\ \psi(y)dy,$$ wo $D_f$ die Determinante der Funktionalgleichung bedeutet.\par Unter der Voraussetzung, dass die Determinante verschwindet, ergibt sich: Die notwendige und hinreichende Bedingung dafür, dass eine von Null verschiedene Lösung der Gleichung $$S_f \varphi(x)=0$$ existiert, lautet: $D_f=0$, Ist $n$ die Ordnung der ersten nicht verschwindenden Unterdeterminante von $D_f$, so besitzt die gegebene Gleichung $n$ linearunabhängige Lösungen. \par In den übrigen Teilen der Abhandlung wird die erste Variation der Determinante $D_f$ hergeleitet, das Multiplikationstheorem der Determinante entwickelt und insbesondere noch der Fall näher ins Auge gefasst, dass die Funktion $f(x,y)$ unendlich wird, aber so dass $(x-y)^\alpha f(x,y)$ endlich bleibt.
(Data of JFM: JFM 34.0422.02; Copyright 2005 Jahrbuch Database used with permission)
[Gutzmer, Prof. (Jena)]

Citations: JFM 27.0309.01; JFM 27.0309.02; JFM 27.0309.03; JFM 28.0366.02

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Scientific prize winners of the ICM 2010
Overhang
Lie groups, physics and geometry. An introduction for physicists, engineers and chemists.

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