Das vorliegende Buch enthält neben einem Vorwort der Herausgeber 14 Beiträge (14 Kapitel) aus den unterschiedlichsten Wissengebieten wie z.B. der Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik, der Medizin und Geisteswissenschaften bis hin zur Psychologie und Soziologie. Obwohl jeder Beitrag einer anderen wissenschaftlichen Disziplin entstammt, vereint alle Beiträge die von den Herausgebern vorgegebene Fragestellung nach dem “Aha-Efekt”, der schon bei Archimedes belegt ist: “Heureka” ‒ “Ich habe gefunden”. Weiterführend schildert dann der jeweilige Autor den Weg des Erkenntnissprozesses und der wissenschaftlichen Kommunikation zu anderen Gelehrten seines Fachgebietes. Zum Beispiel muss für andere fachkundige Leser eine Publikation verständlich und nachvollziehbar sein. Jede Wissenschaftsdisziplin hat ihre eigene “Kultur”, etwas verständlich und überzeugend darzulegen. Die Begriffe “Evidenz”, “Beleg” und “These” sowie “Daten” spielen hierbei eine zentrale Rolle. Wissenschaftliches Denken und Argumentieren im Wissenschaftsalltag haben in jeder Fachdisziplin eigene Sichtweisen, die in vertieften interdisziplindren Gesprächen zu Verständnisproblemen oder Missverständnissen führen können. Das vorliegende Kompendium soll dazu beitragen, die interdisziplinäre Kommunikation zu fordern und Einblick in andere Herangehensweisen zu geben. Das Buch enthält insgesamt 200 Anmerkungen und Literaturhinweise. Das Kapitel 9 ist der Mathematik gewidmet und wurde von Christian Fleischhack verfasst. Er verweist hier auf die Schwierigkeiten im Alltag: Für einen Begriff werden manchmal unterschiedliche Definitionen verwendet, so dass es zu Widersprüchen kommen kann. Mithilfe eines Axiomensystems wird innerhalb der Mathematik versucht, zu möglichst widerspruchsfreien Aussagen zu gelangen. Zu Fragen der Widerspruchsfreiheit innerhalb der Mathematik wird auf David Hilbert und Kurt Gödel verwiesen. Das Buch kann einem breiten Leserkreis empfohlen werden und erfordert keine speziellen Vorkenntnisse auf einschlägigen Gebieten.
Reviewer:
Ludwig Paditz (Dresden)