id: 01015097 dt: b an: 01015097 au: Reineke, Henning ti: Structure and behavior of distributed finite automata. (Struktur und Verhalten von verteilten endlichen Automaten.) so: Oldenburg: Univ. Oldenburg, FB Informatik, viii, 136 p. (1995). py: 1995 pu: Oldenburg: Univ. Oldenburg, FB Informatik la: DE cc: ut: distributed finite automata; traces ci: li: ab: Summary: Traces sind Verallgemeinerungen von Wörtern auf nebenläufige Prozesse: Dem Alphabet wird eine symmetrische und antireflexive Unabhängigkeitsrelation auf Zeichen zugeordnet. Wörter sind Repräsentanten desselben Traces, wenn sie sich nur in der Reihenfolge von aufeinanderfolgenden unabhängigen Zeichen unterscheiden. Viele aus der Theorie der formalen Sprachen bekannte Begriffe und Konzepte lassen sich ebenso für Traces and Trace-Sprachen formulieren und anwenden. Im Jahre 1987 definierte Zielonka mit dem endlichen asynchronen Automaten den Typ eines verteilten Automaten zur Erkennung von Trace-Sprachen. Die Klasse der erkennbaren Trace-Sprachen ist daher eine Verallgemeinerung der Klasse der regulären (Wort-)Sprachen. Obwohl die erkennbaren Trace-Sprachen ein vielfältigeres und interessanteres Gebiet darstellen als die Klasse der regulären Wortsprachen, scheinen sie bisher weniger untersucht worden zu sein. In dieser Arbeit werden Teilklassen der erkennbaren Trace-Sprachen durch Betrachtung der verteilten Struktur und des nebenläufigen Verhaltens des endlichen asynchronen Automaten definiert. In diesem Zusammehang spielen die Mechanismen eine besondere Rolle, nach denen die Teilautomaten kooperieren. Die definierten Teilklassen werden unabhängig vom Automatentyp charakterisiert, so daß sie allgemeine Eigenschaften (erkennbaren) nebenläufigen Verhaltens beschreiben. Es werden Eigenschaften der Sprachklassen und Beziehungen zwischen den Sprachklassen untersucht. Hierbei dient die Unabhängigkeitsrelation als Parameter, z.B. stimmen die Teilklassen mit der Klasse der erkennbaren Trace-Sprachen bei leerer Unabhängigkeitsrelation überein. Drei Teilklassen sind identisch, wenn nur präfixabgeschlossene Sprachklassen betrachtet werden. Zielonkas Konstruktion eines endlichen asynchronen Automaten zu einer gegebenen Trace-Sprache ist ebenso kompliziert wie aufwendig. Von daher ergibt sich ein weiteres Motiv für die Betrachtung von Teilklassen der erkennbaren Trace-Sprachen. Es zeigt sich jedoch, daß die hier definierten Sprachklassen keine einfachere Automatenkonstruktion zulassen. Andererseits offenbart die Untersuchung von Zielonkas Konstruktionsverfahren eine entscheidende Vereinfachung für erkennbare Trace-Sprachen, die auf Alphabeten mit einer speziellen Unabhängigkeitsrelation definiert sind. Im Aushang wird das Trace Modell einer Fertigungszelle vorgestellt. Das Verhalten wird mit Hilfe der hier definierten Begriffe interpretiert. rv: